Solidarität mit Rojava

“Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker” Ernesto “Che” Guevara

„Wir sitzen alle im selben Boot“, heißt es in diesen Tagen immer wieder. Doch auch wenn es stimmt, dass wir in einer Zeit der Unsicherheit und des Zweifels auf Sicht segeln, dann ist das Boot dennoch nicht für alle gleich.

Nur wenige haben ein schönes Segelboot, auf dem sie in Ruhe ihre Tage verbringen können. Es gibt viele, die jeden Tag mit dem Ruderboot zur Arbeit fahren müssen, weil sich die auf dem Segelboot dafür entschieden haben. Es sind die Bauarbeiter, das Verkaufspersonal, die Angestellten in der Industrie, die Hauskuriere und die Landarbeiter, die trotz der Gefahren jeden Tag arbeiten müssen. Sie arbeiten, weil Arbeit ihnen und der übrigen Bevölkerung das Überleben ermöglicht. Dann gibt es Gesundheitspersonal jeder Art und Rolle, dessen Boot im Laufe der Jahre durch kontinuierliche Kürzungen der Sozial- und Gesundheitsausgaben reduziert wurde, das aber auch am frühen Morgen zur Arbeit schwimmen würde.

Nein zu den Identitätskontrollen!

Nach den jüngsten Erpressungen des Norman “uhuhuhuh” Gobbi, mit denen er seine Forderungen nach ID-Kontrollen in den Hockeystadien des Kantons durchzusetzen versucht, wollen wir doch einige Punkte klarstellen und Position beziehen gegen die wiederholten Wahnvorstellungen des Polizeidirektors.

Angriff auf die Curva Sud (oder: Überwachen und Strafen, Kapitel 2)

Auf die in einem früheren Schreiben gestellten Fragen haben wir bis jetzt keine Antworten erhalten, hingegen schlug in der Zwischenzeit die harte, repressive Hand desjenigen, „der seit Jahren geflissentlich daran arbeitet, Nulltoleranz durchzuset- zen und die organisierte Fanszene zu zerstören”, wie erwartet heftig zu. Mittwoch, 14.3.2018, ab 6 Uhr morgens: Im Rahmen einer Grossaktion der Tes- siner Polizei unter Leitung des Staatsanwalts Nicola Respini werden 16 Fans des HCAP zuhause verhaftet und abgeführt. Zahlreiche Häuser werden durchsucht, in denen Gegenstände jeglicher Art beschlagnahmt werden: Pullover, Schals, Au- fkleber, Kalender, und wenige pyrotechnische Objekte. Die Mobiltelefone werden ebenfalls beschlagnahmt. Stellen wir uns den Schock und die Verunsicherung der Kinder, der Lebenspartner, der Freunde oder der Eltern vor, wenn am frühen Mor- gen Polizeikräfte mit einem Durchsuchungs- und Haftbefehl vor der Türe stehen. Die „Operazione Valascia”, erinnert in ihrem Ausmass an Polizeiaktionen gegen interna- tionalen Drogenhandel oder Geldwäscherei oder an Ermittlungen im Rahmen von Tötungsdelikten.