Nein zu den Identitätskontrollen!

  • Pubblicato il: 27 May 2018
  • Categoria comunicati

Traduzione in tedesco del comunicato No al controllo d’identità!

Nach den jüngsten Erpressungen des Norman “uhuhuhuh” Gobbi, mit denen er seine Forderungen nach ID-Kontrollen in den Hockeystadien des Kantons durchzusetzen versucht, wollen wir doch einige Punkte klarstellen und Position beziehen gegen die wiederholten Wahnvorstellungen des Polizeidirektors.

Seine Idee sieht vor, ID-Kontrollen bei den kantonalen Sportanlagen zu machen. Jeder Matchbesucher – egal ob Stehplatz oder Tribüne – soll beim Betreten des Stadions fotografiert und registriert werden. Unser lieber und mittlerweile schlanker Staatsrat hat, wie so oft, den Weg der Erpressung gewählt, um mit seinen Forderungen durchzukommen. Sollten die Vereine nicht einverstanden sein, droht er damit, dass sein Departement ab der kommenden Meisterschaft die Bewilligungen zur Durchführung von Spielen verweigert. Oder damit, dass die Sicherheitskostenbeteiligung der Vereine erhöht werden (derzeit bei einem Franken pro Matchbesucher pro Partie). Ziel dieser Drohungen ist es, dass die Vereine freiwillig seinen Ideen folgen. Gemäss Andreas Leuzinger, Vorsitzender der KOS (Kommission Ordnung und Sicherheit der Nationalliga), ist die Einführung solcher Kontrollen nur das allerletzte Mittel. Zumal auch nicht sicher ist, ob es die Sicherheit wirklich erhöht. Mit anderen Worten, diese Massnahme wird auch von denjenigen, welche Verwarnungen und Bussen verhängen, als übertrieben und unnötig angesehen. Und die Statistiken zeigen, dass Vorfälle mit Gewalt in Stadien in den letzten zehn Jahren rückläufig sind. Nichtsdestotrotz beharrt Gobbi uneinsichtig auf seinen erpresserischen Forderungen. Es soll auch Unterschiede zwischen Fussball- und Eishockeyspielen geben. In den Eisstadien sollen sämtliche Zuschauer kontrolliert werden, im Cornaredo nur die Gästefans. Und das, obwohl JJ Aeschlimann deutlich gemacht hat, dass die Kontrolle von 100 Gästefans das eine sei – es aber praktisch unmöglich ist, diese Massnahme auf Tausende Zuschauer auszudehnen und diese in einer angemessenen Zeit ins Stadion zu bringen. Und der Stadionverantwortliche des Cornaredos kündigte an, dass angesichts der hohen Anzahl Gästefans im Schweizer Fussball vorerst mal der Gästesektor geschlossen werden würde. Doch auch diejenigen, welche vor Ort die Ideen des Departementsvorstehenden umsetzen müssten, können den Polizeidirektor nicht zum Nachdenken bringen. Also nichts Neues von denen, die seit einiger Zeit darum bemüht sind, im Tessin einen Polizeistaat zu errichten, indem sie ihren Handlangern einen Freibrief erteilen und unter dem Deckmantel einer verzerrten Vision von Gerechtigkeit und Sicherheit eine Polizeiaktion durchführen liessen, welche beabsichtigte, die Curva Sud dauerhaft zu zerstören. Mit der neuesten Massnahme wird nun die Freiheit aller Fans angegriffen. Diese völlig übertriebene und zudem freiheitsrechtlich sehr heikle Massnahme würde die Valascia in ein trauriges Betongefängnis verwandeln. Die Seele und der Geist der Curva Sud – und damit das, was unser Eishockey so grossartig macht, würden zerstört werden. Was wäre denn schon ein Match ohne Lieder und Fahnen von leidenschaftlichen Fans, die ihre Mannschaft unterstützen?   Unsere Position ist klar: Wir akzeptieren niemals, dass wir Fans, welche Ambrì vor Ort unterstützen, fotografiert und registriert werden sollen. Genausowenig akzeptieren wir, dass dies den Gästefans widerfahren soll. Wir sind nicht dagegen, weil wir etwas zu verbergen haben. Im Gegenteil: Wir stehen zu all dem was wir machen und was uns ausmacht. Aber im Angesicht des immer grösser werdenden Sicherheitswahns, der bereits jetzt mit speziellen Gesetzen dafür sorgt, dass in und ums Stadion allgemeine Freiheiten plötzlich nicht mehr gelten, nehmen wir diese weitere Kriminalisierung unter keinen Umständen in Kauf. Die Entscheidung, dass wir – sollten sich die Sicherheitswahnsinnigen durchsetzen - auf die Unterstützung der Mannschaft im Stadion verzichten, fällt uns alles andere als leicht, ist doch Ambrì unsere grosse Leidenschaft. Aber wir haben unsere Ideale, die wir niemals aufgeben. Daher sind wir zu keinem Kompromiss bereit. Wir begrüssen es, wenn die gesamte blauweisse Familie zusammensteht und die Ablehnung dieser weiteren Kriminalisierung uns aller zum Ausdruck bringt, indem Emails und Briefe an den Verein geschrieben werden.

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